Der Verein

Literaturszene Köln e. V. möchte das literarische Leben der Stadt sichtbarer machen, die Arbeitsbedingungen der Kölner Literaturschaffenden verbessern und die Vernetzung zwischen den verschiedenen literarischen Praxisbereichen sowie mit anderen Kunstsparten fördern.

Aus der offiziellen Pressemitteilung zur Vereinsgründung:

Im Angesicht der prekären Situation vieler Literaturschaffender forderte der Kölner Autor und Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll 1969 in seiner Rede vor dem Schriftstellerkongress ein „Ende der Bescheidenheit“. Sehr deutlich formulierte er die Probleme: „Hin und wieder mögen wir ganz kluge Leute sein, als Vertreter unserer Interessen in einer Gesellschaft, die von Interessenvertretern dirigiert wird, sind wir wie Schwachsinnige […] Ich fürchte, wir sind sehr feine Idioten.“

Seit 1969 hat sich in dieser Hinsicht nicht viel verändert. Deshalb haben nun 22 Akteure der Kölner Literaturszene (Autorinnen und Autoren, Bloggerinnen und Blogger, Buchhändlerinnen und Buchhändler, Journalistinnen und Journalisten, Übersetzerinnen und Übersetzer, Veranstalterinnen und Versanstalter sowie Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter) einen Verein gegründet, der die Interessen der Literatur in Nordrhein-Westfalens größter Stadt vertritt:

„Köln als Literaturstadt befindet sich im Aufwind. Das Angebot an unabhängigen Veranstaltungsreihen wächst, die neuen Studiengänge an Universität und KHM ziehen junge Schreibende in die Stadt und mit dem Schreibraum Köln gibt es erstmals ein Zentrum für literarische Produktion und professionellen Austausch mitten in der Stadt. Nun gilt es, diese positive Stimmung aufzugreifen.“

Der Verein möchte die Wahrnehmung der Literaturszene in der Öffentlichkeit vergrößern, mehr Vernetzung und Diskurs von und zwischen Literaturschaffenden und anderen Kunstparten anbahnen und gemeinsam mit der Kulturpolitik erarbeiten, wie sich die literarische Förder- und Infrastruktur ausbauen läßt, um die Arbeitsbedingungen der Literaturschaffenden zu verbessern.

Zur Verwirklichung dieser Ziele wird der Verein Literaturszene Köln e. V. in Zukunft eigene Projekte, Konzepte und Strategien entwerfen und umsetzen. Ein erstes Projekt wird ist die 1. Kölner Literaturnacht sein, die am 4. Mai 2019 stattfinden soll und deren Planung begonnen stattgefunden hat.

Der Sitz des Vereins ist Steinstraße 12, c/o Schreibraum Köln, 50676 Köln.
Er hat 22 Gründungsmitglieder, die alle Praxisbereiche der Literatur repräsentieren.

Zum Vorstand gehören:

  • Uwe Kalkowski, Literaturblogger [Vorstandsvorsitzender]
  • Bettina Fischer, Literaturhaus Köln e.V. [Stellvertretende Vorsitzende]
  • Paula Döring, LitCologne [Schatzmeisterin]
  • Helga Frese-Resch, Kiepenheuer & Witsch [Beisitzerin]
  • Anja Fröhlich, Autorin, Schreibraum Köln [Beisitzerin]
  • Christa Morgenrath, Stimmen Afrikas e.V. [Beisitzerin]
  • Wolfgang Schiffer, Übersetzer [Beisitzer]
  • Ute Wegmann, Autorin, Journalistin [Beisitzerin]

Kontaktaufnahme oder Anfragen bitte an folgende E-Mail-Adresse:
mail@literaturszene-koeln.de